Diese Broschüre soll Ihnen helfen, Ihre Schmerzen besser zu verstehen. Sie beschreibt, was im Nervensystem geschieht, wenn Schmerzen chronisch werden, und beleuchtet die modernen Strategien der Schmerzbehandlung, mit deren Hilfe der Teufelskreis des chronischen Schmerzes verhindert oder durchbrochen werden kann.
Wichtig ist dabei Ihre Eigeninitiative. Sie können sehr viel zum Erfolg einer Therapie beitragen, wenn Sie selbst zum Manager Ihrer Schmerzen werden. Das macht Sie zu einem selbstbewussten Partner Ihres Arztes, wenn es darum geht, die für Sie geeignete Therapie zu finden.
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Dieses "Schmerztagebuch" soll Ihnen und Ihrem Arzt ermöglichen, den Verlauf und Erfolg Ihrer Schmerzbehandlung zu beurteilen. Hierzu werden für die Behandlung wichtige Informationen notiert, wie z.B. Ihr Medikamentenbedarf, der Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme, die aktuelle Schmerzstärke, Aussagen über Stuhlgang, Schlaf, allgemeines Wohlbefinden und Aktivität.
Dadurch erhalten Sie und Ihr Arzt schnell und effektiv die wichtigsten Informationen für die weitere Therapie.
Hier können Sie sich das Schmerztagebuch als pdf herunterladen!
Mit Hilfe der Schmerzskala können Sie die Stärke (Intensität) Ihrer Schmerzen ermitteln. Dies ist eine wichtige Information für Ihren Arzt. Die Schmerzskala ist ein zehn Zentimeter langer Schieber. Darauf können Sie zwischen den Punkten "Kein Schmerz" und "Stärkster Schmerz" einstellen, wie stark Sie Ihren Schmerz empfinden. Auf der Rückseite der Skala können Sie Ihre aktuelle Schmerzstärke genau ablesen.
Oft sind die Schmerzen belastender als die eigentliche Krankheit. In schweren Fällen können sich die Schmerzen sogar verselbstständigen. D.h., sie bleiben bestehen unabhängig vom Verlauf der Grunderkrankung. Man spricht dann von einer Schmerzkrankheit. Nicht zuletzt um die Verselbstständigung des Schmerzes zu vermeiden, ist es wichtig, Schmerzen des Bewegungsapparates frühzeitig und effektiv zu behandeln.In dieser Broschüre möchten wir Ihnen ein modernes, ganzheitliches Konzept zur Schmerzbehandlung vorstellen. Ziel dabei ist es, Schmerzen so weit zu lindern, dass Sie wieder aktiv werden können. Dadurch verliert der Schmerz seine zentrale Rolle und Sie gewinnen die Kontrolle über Ihr Leben zurück.
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Das Fibromyalgie-Syndrom ist gekennzeichnet durch belastungsabhängige Schmerzen, die überwiegend in der gelenknahen Muskulatur im Ansatzbereich der Bänder und Sehnen, in Wirbelsäulennähe einschließlich den Muskelansätzen am Hinterkopf, im Bereich des Brustbeins und in der Region der unteren Rippenbögen empfunden werden. Eine Vielzahl dieser schmerzenden Stellen, der Tender-Points oder Hauptschmerzpunkte, reagieren auf Druck bzw. Berührung spontan besonders empfindlich. Je nach Ausprägung korrespondieren entfernt liegende Stellen am ganzen Körper mit schmerzhaften Reizen, u. a. als Folge von muskulären Anspannungen und Verhärtungen.
Schmerzen sind ein Warnsignal, das man ernst nehmen muss! Akute Schmerzen können schnell chronisch werden. Den alten Spruch „Ein Indianer kennt keinen Schmerz" sollten wir ganz schnell aus unserem Kopf streichen. Schmerzen müssen frühzeitig und konsequent mit allen Möglichkeiten der nichtmedikamentösen und medikamentösen Therapie behandelt werden. Doch hier wird viel falsch gemacht. Wir sind sicher, dass Sie in dieser Broschüre zahlreiche Anregungen für Ihren Weg zu einem schmerzfreien und mobilen Leben mit einem gesunden Rücken finden werden.
Für dieses Recht setzt sich die Deutsche Schmerzliga ein! Wir machen uns stark für die Belange von Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, unterstützen sie durch Informationen und bieten ihnen dadurch Hoffnung und Hilfe.Mit dieser Broschüre möchten wir auch Ihnen helfen, Nervenschmerzen, das heißt, Schmerzen, die durch eine Schädigung der Nerven selbst entstehen — der Arzt sagt „Neuropathische Schmerzen" — besser verstehen zu können und selbstbewusst mit ihnen umzugehen. So können Sie zum mündigen Patienten werden und zusammen mit Ihrem Arzt eine angemessene Diagnostik und die bestmögliche individuelle Therapie beginnen.
Nervenschmerzen sind selten heilbar, weil sich geschädigte Nervenzellen meist nicht mehr vollständig regenerieren. Aber man kann sie in fast allen Fällen gut behandeln, das heißt lindern bis zu dem Punkt, wo die Patienten wieder Lebensfreude verspüren.
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